„Die Anzeige zeigt Dir wohin du fährst, die Anzeige wo Du bist, und die hier wo Du warst…“

Im Jahr 2015 hat eine Firma namens „EFX Collectibles“ auf der San Diego Comic Con einen Wecker bzw. eine Uhr im Zeitdisplay-Design zu „Zurück in die Zukunft“ vorgestellt (siehe letztes Bild in der Galerie). Im Zeitreise-DeLorean kann man hier die Zielzeit eingeben und ablesen. Sowas wollte ich schon immer haben.
Leider blieb es für EFX damals bei der Ankündigung, da die Firma es bis Ende 2015 leider nicht zur Marktreife geschafft hat und dann die Lizenz auslief. Und nachdem der Hype von 2015 vorbei war, hatte es sich scheinbar nicht mehr gelohnt, sie zu verlängern.

Im Februar 2019 entdeckte ich bei Facebook einen Link zu eBay-Kleinanzeigen wo jemand so ein selbstgemachtes Display in Baden-Württemberg anbot. Für schlappe 82 Euro, was relativ günstig ist. Aber ich kam zu spät und das Angebot war schon wieder weg. Ich konnte aber immerhin den Verkäufer abonnieren, so dass ich bei neuen Angeboten informiert werde. Dann passierte ein paar Monate nichts. Im April 2019 bot er mal wieder was an, aber kein Zeitdisplay. Ich spielte daher sogar mit dem Gedanken, das Abo wieder zu löschen, weil mich die restlichen Angebote ja nicht interessierten.

Am Samstag, den 25.05.2019 erhielt ich dann aber noch einmal eine Mail. Im Angebot war:
*Trommelwirbel*
Ein Zeitdisplay aus „Zurück in die Zukunft“!
*Tusch*

Laut Beschreibung die letzte „Uhr“ des Verkäufers. Und auch nur mit Dummy-Anzeigen ohne echte Zeitanzeige. Im Angebot stand allerdings, dass man die festen Daten vorher noch ändern lassen kann und selbst der eh schon sehr günstige Preis von 82 Euro war noch verhandelbar.
Ich kontaktierte den Verkäufer daraufhin und ließ mir das Teil reservieren. Gleichzeitig fragte ich, ob man es auch so machen könnte, dass bei „Present Time“ die tatsächliche Uhrzeit angezeigt wird. Er antwortete, dass das grundsätzlich ginge und er nochmal nachschaut, ob er noch ein passendes Uhrzeitmodul rumliegen hat. Er würde sich dann am Montag wieder melden. Und das tat er dann auch mit der frohen Kunde, dass es machbar ist und ich auch die anderen Daten noch festlegen kann.

Ich entschied mich als „Destination Time“ für den 21. Oktober 2015 um 16:29 Uhr (Zielzeit aus „Zurück in die Zukunft II“) und als „Last Time Departed“ für den 12. November 1955 um 22:04 Uhr (die Zeit, in der in „Zurück in die Zukunft I“ der Blitz in die Rathausuhr einschlägt). Zwar gab es diese Kombination im Film nicht, aber es sind die beiden bekanntesten Uhrzeiten der Trilogie.
Ganz originalgetreu ist die Anzeige aber sowieso nicht, da die Monate im Film mit 3 Buchstaben dargestellt werden. Hier sind es einfach nur Ziffern (7 Segmente). Es gibt zwar auch alphanumerische Anzeigen mit 11 Segmenten, die die Buchstaben hinbekommen würden, aber der Aufwand wäre deutlich höher. Im Film haben sie die Monate sogar nur als „Dia-Folie“ eingelegt. Sie brauchten ja nur ein paar verschiedene. Und da es eh schon nicht ganz originalgetreu war, ließ ich die Datumsschreibweise von MONAT-TAG auch noch auf TAG-MONAT ändern, da es darauf dann auch nicht mehr ankam und es so rum für mich besser lesbar ist. Hauptsächlich sollte es ja als lustige Uhr dienen und nicht als perfektes Replika.

Am Dienstag bekam ich dann schon ein erstes Foto, wie die fertige Anzeige aussieht. Mit aktueller Uhrzeit und den Filmdaten im 24-Stunden-Format. Da die Uhr in der Mitte aber nur 12-Stunden-Format hat, änderte der Verkäufer auch nochmal diese beiden Daten auf 12-Stunden-Format ab. Dadurch passt es auch wieder besser zu den Filmen.
Nachdem er nun extra für mich so viel Arbeit in das Teil gesteckt hatte, fragte ich, wo wir denn preislich inzwischen liegen und wurde überrascht: Das ganze sollte nun 80 Euro inkl. Porto kosten. Das wäre für ihn OK so. Ich rundete es dann aber immerhin noch auf 90 Euro auf, um das „schlechte Gewissen“ zumindest ein bissel zu beruhigen… Immerhin hat er ja einiges an Zeit reingesteckt. Aber die könnte ich wahrscheinlich eh nicht bezahlen…

Am 05.06.2019 kam das Paket dann an. Die Uhr kann per USB-Anschluss betrieben werden. Also einfach ein USB-5-Volt-Netzteil dran und fertig.
Das Gehäuse ist aus Kunststoff (3D-Druck), aber bei dem Preis hatte ich eher mit beklebter Pappe gerechnet und auf den ersten Blick sieht es sogar nach Metall aus. Auch ein bissel „abgeranzt“, so wie es auch im Film war. Mit richtigem Metallgehäuse kostet sowas überigens eher über 500 Dollar.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Teil. „Richtige“ Time Circuits kosten deutlich mehr und für meine Zwecke als Uhr innerhalb der Vitrine reicht es vollkommen aus.

Die einzelnen Anzeigen werde ich noch mit PAR-Folie in Rot, Grün und Gelb abdecken, so dass sie auch im ausgeschalteten Zustand farbig sind. Und auch im eingeschalteten Zustand sieht es besser aus 🙂
Außerdem werde ich noch die Punkte zwischen Tag und Monat abdecken oder per Software ändern. Im Inneren steckt nämlich ein Arduino, der programmiert werden kann. Langfristig möchte ich die Uhr auch noch auf Funksteuerung umstellen, damit sie nicht mehr gestellt werden muss, was aktuell nur per Software-Einspielung funktioniert.

Vielen Dank noch einmal an Thorsten B. für das tolle Angebot und die viele Arbeit, die extra für mich da noch reingesteckt wurde! Dadurch ist es übrigens ein echtes Unikat, da seine vorherigen Modelle nicht die echte Uhrzeit anzeigen  🙂



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